
Die Solidaritätsorganisation 3ezwa besteht seit knapp einem Jahr. In Berlin gegründet, arbeitet sie inzwischen aktiv in weiteren Städten wie Leipzig, Hamburg und München für die grundlegende Verteidigung der Menschenrechte in Deutschland.
Als „Hände weg vom Wedding“ sind wir von Beginn an kollektives Mitglied und unterstützen diese wichtige Arbeit. Wir freuen uns, dass wir auf der Mitgliederversammlung Ende März ein Grußwort halten durften und rufen dazu auf, Mitglied von 3ezwa zu werden. An dieser Stelle dokumentieren wir unsere Rede:
Liebe Freund:innen,
liebe Genoss:innen,als sozialistische Stadtteilorganisation „Hände weg vom Wedding“ sind wir von Beginn an aus politischer Überzeugung föderatives Mitglied. Wir sind überzeugt, dass es als politische Organisation – im Herzen der Bestie des deutschen Imperialismus – mehr denn je und dringend eine klare internationalistische Antirepressionsstruktur braucht.
Die aktuellen, sich überschlagenden politischen Entwicklungen (in Deutschland sowie weltweit) zeigen auf, wie unerlässlich notwendig Solidaritätsstrukturen sind, um den immer stärker werdenden Angriffen von oben, von rechts widerstehen zu können. Wir alle hier im Raum wissen: Diese Angriffe, begleitet von ihren Geheimdiensten, Polizeiapparaten und Knüppeln, ihren sich immer weiter verschärfenden Gesetzen, Abschiebephantasien und Sanktionen und Hetze werden immer massiver.
Während in Deutschland die Konservativen und vermeintlich Liberalen angeblich die bürgerliche Demokratie schützen wollen, wenden sie die von uns als Arbeiter:innen in mühevollen und auch blutigen Kämpfen errungenen kleinen und großen Erfolge immer unverhohlener in ihr Gegenteil. Die größten Unterstützer:innen und Mitverantwortlichen von Völkermord, Krieg und Sozialabbau bis zur massenhaften Verelendung belügen uns. Sie behaupten, dass sie es wären, die uns vor der faschistischen Katastrophe der AfD retten würden. Dabei sind sie es, die die Politik einer AfD vorbereiten, wenn nicht gar schon aktiv und bewusst umsetzen. Folglich wird im gleichen Atemzug die Solidarität von und mit den Unterdrückten und Ausgebeuteten der Herrschenden, mitsamt ihrer Solidaritätsstrukturen in Deutschland und international, ins Visier genommen.
Dagegen widerstehen wir. Zusammen. In verschiedenen Organisationen, Parteien, Initiativen aufgeteilt, in unseren Solidaritätsstrukturen wie 3ezwa aber vereint.
Dieses kollektive Widerstehen braucht Struktur, Verlässlichkeit und Kontinuität. Darum haben wir uns ganz zu Beginn der Gründung von 3ezwa ganz bewusst dafür entschieden, Mitglied zu werden. Die Arbeit bei 3ezwa ist wichtiger denn je – gegen den immer aggressiver auftretenden „Zeitgeist“ der sogenannten Zeitenwende, gegen die Angriffe von oben, von rechts. 3ezwa steht für praktische Solidarität gegen ihre Repression, die diejenigen trifft, die nicht länger zum Genozid in Palästina, der aktiven Schützenhilfe des westlichen Imperialismus, damit auch des deutschen Staates, schweigen.
„Free Palestine“ bedeutet: Greifen wir die Komplizenschaft des deutschen Staates, seiner herrschenden Klasse und des Kapitals an. Dem schließen wir uns alle hier Versammelten an.
Daher danken wir den Aktiven von 3ezwa für ihre unermüdliche, unglaublich wichtige Arbeit in diesen düsteren und bedrohlichen Zeiten. Eure Arbeit ist ein Lichtblick der gelebten Solidarität gegen die Angriffe des Staates. Wir unterstützen euch, wo immer es uns möglich ist. Zusammen stärken wir uns. Zusammen widerstehen wir.
Hoch die internationale Solidarität!





