Blutmai 1929

Im Jahr 2019 organisierten wir zum ersten Mal das Gedenken, anlässlich des runden Jahrestages zu 90 Jahre Weddinger Blutmai von 1929. Knapp 100 interessierte Nachbar*innen kamen am 1. Mai zum Nettelbeckplatz um an einem kleinen Gedenkspaziergang teilzunehmen. Am Gedenkstein Uferstraße/Ecke Wisenstraße, einem Ort des Widerstands von 1929, wurden Nelken und ein Kranz niedergelegt. Dort gedachten die Teilnehmenden den im Wedding von der Polizei, unter dem Kommando des Polizeipräsidenten Zörgiebel (SPD), getöteten Arbeitern.

Danach ging es mit Nachbar*innen in das Kiezhaus Agnes Reinhold zur Lesung einzelner Passagen aus dem Buch „Barrikaden am Wedding“ von Klaus Neukrantz. Der Roman beschreibt aus Arbeiter*innen und Kiezperspektive den Widerstand und das Geschehen rund um die Berliner Maitage 1929.

Unter der Kategorie Erinnerung dokumentieren wir Teile der Weddinger Widerstandsgeschichte gegen Faschismus, Ausbeutung und Unterdrückung. Wir konzentrieren uns auf lokale Personen, Orte und Ereignisse die aufzeigen, welche reiche Geschichte des Widerstands unseren Stadtteil prägen. Bisher konzentrierten wir uns insbesondere auf die Arbeiter*innenbewegung.