
„Mein Bezirk für den Frieden“ ist eine lokale Friedensinitiative aus Berlin-Wedding, die sich für einen sozial gerechten und friedensorientierten Stadtteil einsetzt.
„Wir organisieren Widerstand im Stadtteil gegen Aufrüstung, Militarisierung und Sozialabbau, da sich unsere sozialen Lebensbedingungen dadurch massiv verschlechtern. Gesellschaftliche Ressourcen, die in militärische Strukturen umgeleitet werden, sind für uns nutzlos. Sie werden verschwendet und berauben uns zahlreicher Möglichkeiten, unser Zusammenleben zu verbessern. Wir verweigern uns der militärischen Logik und ihrer Erzählung von Sicherheit. Der Aufrüstung setzen wir solidarische Perspektiven entgegen. Sicherheit entsteht nicht durch Kriegsvorbereitung, sondern durch soziale Gerechtigkeit, eine gute Gesundheitsversorgung, bezahlbaren Wohnraum, Bildung, Kultur und internationale Solidarität. Wir stehen auf der Seite der Mehrheit der Menschen, die keinen Krieg wollen“
Hannah von der Friedensinitative: „Mein Bezirk für den Frieden“
Mehr zu unserem Selbstverständnis „Wer wir sind“ findet ihr hier: Selbstverständnis
Unseren vollständigen Forderungskatalog mit allen Forderungen an den Bezirk findet ihr hier: Forderungskatalog
Sprachen: “My District is for Peace” EN | „Mon quartier pour la paix“ FR | Arabisch AR | „Моят квартал за мир“ BGR | „Barış için İlçem” TR
Unterstützen Sie die Initiative!
Unterschriftenaktion gegen Aufrüstung und Wehrpflicht. Für die Stärkung von Bildung, Kultur und sozialer Sicherheit in unserem Bezirk
An: Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Wedding, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Wir, die Unterzeichnenden, fordern die BVV Mitte und die zuständigen Behörden auf, eine konsequent friedensorientierte Politik auf Bezirksebene umzusetzen, die soziale
Gerechtigkeit stärkt, Aufrüstung und Krieg entschlossen ablehnt und lokale
Friedensinitiativen sichtbar und wirksam unterstützt. Frieden beginnt hier!
Unser Bezirk soll ein Ort sein, der klar zum Frieden steht, jede Kriegsvorbereitung ablehnt und gleichzeitig Bildung, Kultur und soziale Gerechtigkeit konsequent stärkt – in Schulen, Jugendzentren, auf der Straße und in unseren Kiezen.
Unsere konkreten Forderungen an die Bezirkspolitik
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirkes Mitte soll eine unmissverständliche friedenspolitische Resolution verabschieden, die sich ausdrücklich gegen Krieg, Aufrüstung, Waffenproduktion, Wehrpflicht und Werbung für die Bundeswehr in unserem Bezirk ausspricht. Ebenso sollen Kürzungen im sozialen Bereich, in Bildung, Gesundheit und Kultur klar als sozialpolitisch unverantwortliche Konsequenz von Aufrüstung und Kriegspolitik verurteilt werden. Friedensarbeit soll als verbindliche kommunale Aufgabe sichtbar und wirksam verankert werden.
Der Bezirk soll friedenspolitische Initiativen in unserem Stadtteil aktiv fördern und hierfür ausreichende finanzielle Mittel bereitstellen. Dazu gehört die gezielte finanzielle Unterstützung von Initiativen und Organisationen, die sich für Frieden, Abrüstung und internationale Solidarität und eine Kultur des Friedens einsetzen.
Der Bezirk soll sich klar gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht positionieren und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aktiv stärken. Junge Menschen sollen durch niedrigschwellige Beratungsangebote im Kiez, unabhängige Aufklärung an Schulen und in Jugendfreizeiteinrichtungen sowie den Zugang zu entsprechenden Informationsangeboten dabei unterstützt werden, ihr Recht auf Kriegsdienstverweigerung wahrzunehmen.
Werbung der Bundeswehr an Schulen sowie in öffentlichen Einrichtungen im Bezirk soll ausgeschlossen werden. Der Bezirk soll ein Ort des friedlichen und zivilen Zusammenlebens bleiben und sich klar gegen eine Militarisierung öffentlicher Räume positionieren. Öffentliche Einrichtungen sollen konsequent frei von militärischer Einflussnahme und Rekrutierungsaktivitäten gehalten werden. Den Schulleitungen, Lehrkräften und Fachkräften an sämtlichen Schulen und Bildungseinrichtungen in Berlin-Mitte wird im Sinne der Kampagne „Mein Bezirk für den Frieden“ von der Einladung von Jugendoffizieren der Bundeswehr dringend abgeraten.
Der Bezirk soll Kürzungen in Bildung, Soziales, Gesundheit und Kultur klar ablehnen und sich für deren verlässliche Finanzierung einsetzen. Dabei sollen insbesondere Projekte für Frauen und queere Menschen sowie Maßnahmen gegen Armut, Rassismus und Gewalt gezielt ausgebaut werden.
Rüstungsunternehmen sowie Start-ups, die militärische Produkte herstellen, erforschen oder entwickeln, sollen im Bezirk keine Ansiedlungsmöglichkeiten erhalten. Darüber hinaus soll der Bezirk vollständige Transparenz über mögliche Ansiedlungsplanungen und bestehende Standorte solcher Betriebe herstellen und öffentlich zugängliche Informationen über Unternehmen bereitstellen, die an der Entwicklung, Forschung oder Produktion militärischer Güter, darunter zählen auch Dual-Use-Produkte, beteiligt sind.
Der Bezirk soll sich für die konsequente Umsetzung des Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ einsetzen und Maßnahmen zur Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände unterstützen, um bezahlbaren Wohnraum dauerhaft zu sichern, Spekulation mit Wohnraum zu unterbinden und die Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum als öffentliche Aufgabe zu stärken.
Das ehemalige Karstadtgebäude am Leopoldplatz soll einer dauerhaften sozialen Nutzung zugeführt werden, etwa für Angebote der Obdachlosenhilfe sowie für soziale und gemeinwohlorientierte Infrastruktur im Kiez. Eine Nutzung für militärische Rekrutierungs- und Werbezwecke muss ausdrücklich ausgeschlossen werden.
Die Umwandlung der ehemaligen Pierburg-Fabrik in eine Rüstungsproduktion macht unseren Bezirk bereits jetzt zu einem potenziellen militärischen Angriffsziel und einem Rüstungsstandort. Der Bezirk soll sich entschieden gegen die weitere Umwandlung der früheren Autofabrik Pierburg in eine Munitions- oder Rüstungsfabrik aussprechen. Stattdessen soll eine konsequent zivile, soziale und ökologische Nachnutzung des Standorts gefördert und unterstützt werden.
Wir fordern eine klare internationale und friedensorientierte Ausrichtung der Bezirksarbeit. Der Bezirk soll internationale Solidarität aktiv stärken und Städtepartnerschaften mit Kommunen in von Krieg und Krisen betroffenen Regionen als lebendige Form gelebter Völkerverständigung gezielt aufbauen, pflegen und weiterentwickeln.
Jetzt für den Frieden unterschreiben!
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Termine:
- Jeden 2. & 4. Donnerstag, ab 18.30 Uhr im Interbüro, Genter Str 60, 13353 Berlin – Offenes Treffen gegen Wehrpflicht und Kriegsvorbereitung
- Jeden Freitag, von 16.00 – 19.00 Uhr in der Rote Ella, Buttmannstraße 1a, 13357 Berlin
- Jeden zweiten Donnerstag im Monat, ab 19.00 Uhr, Rote Ella – Offenes Treffen gegen die Waffenfabrik
