Blutmai-Gedenken und Stadtspaziergang: Der Rote Wedding vergisst nicht!

In Zeiten von Aufrüstung und sich verschärfenden globalen Konflikten kann uns ein Blick in die Vergangenheit helfen, um aktuelle Entwicklungen zu verstehen. Am Vorabend des Ersten Mai schauen wir deshalb gut 100 Jahre zurück: Gemeinsam gehen wir auf Spurensuche und folgen den Kämpfen der Arbeiter*innen des Roten Weddings. 

Heute erinnert das Stadtbild kaum noch an die Geschichte und Kämpfe der sozialistischen Bewegung, an den aufkommenden Faschismus und an die Brutalität der Herrschenden, welche die bestehende Ordnung aufrecht erhalten  sollte. Auf unserem Stadtspaziergang zum Blutmai 1929 werden wir uns sowohl die Ereignisse der Barrikadenkämpfe, als auch deren Vorgeschichte und die Nachwirkungen bis in unsere Gegenwart anschauen. 

Beim anschließenden Gedenken möchten wir uns die Zeit nehmen, denjenigen zu gedenken, die im Wedding den gleichen Kampf wie wir geführt haben. Wir erinnern uns an die Arbeiter:innen und Genoss:innen, die im Jahre 1929 von der Berliner Polizei getöten wurden. Wir erinnern uns gemeinsam an den Weddinger Blutmai.

Wir freuen uns, wenn ihr Blumen und/oder Kerzen mitbringt.

Der kostenfreie historische Rundgang startet pünktlich am 30. April um 16:30 Uhr auf dem Martha-Ndumbe-Platz. Um 17:30 Uhr beginnt die Gedenkveranstaltung am Blutmaistein (Wiesenstraße Ecke Uferstraße). Danach gibt es noch ein gemeinsames Abendessen in der Roten Ella (Buttmannstr. 1a).